.stadt / .region
Die Teammitglieder von DOTZON sind die weltweiten Vorreiter in Sachen Stadt- und Regions-Top-Level-Domains. Bereits in den Jahren 2005 und 2006 wurden mit international vielgelesenen Publikationen (s.u.) die Grundlagen für die Ausgestaltung und Einführung der Stadtdomains gelegt. Im Jahr 2007 wurden wir dafür vom Verband der Deutschen Internetwirtschaft mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Durch unserer Vorzeigeprojekt .berlin haben wir gezeigt, wie man eine Stadt-Top-Level-Domain vorbildlich unter Einbeziehung verschiedenster Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Sozialen entwickelt. Unserem Beispiel sind zahlreiche Städte wie New York, Paris, Hamburg und Barcelona gefolgt.
Heute beraten wir weltweit Städte und Regionen bei der Realisierung eigener Top-Level-Domains und nehmen auch an Ausschreibungen für entsprechende Projekte teil.
Auszug aus der Übersetzung des 2005 bei CircleID erschienen Artikel “Urban Identity by city-Top-Level-Domains” (2005):
Urbane Identität durch Städte-Top-Level-Domains
Städte arbeiten an ihrer Lobby
The world goes city – Das „Urbane Millennium“ hat begonnen, wie Kofi Annan im Mai 2004 auf dem Gründungskongress der United Cities and Local Governments (UCLG) feststellte. Die UCLG ist die vereinte Stimme und der internationale Fürsprecher der lokalen demokratischen Selbstverwaltung von Städten und Regionen, sie repräsentiert damit weit über die Hälfte der Weltbevölkerung. Auf der Basis der von den Vereinten Nationen herausgegebenen Millennium Development Goals (MDG) hat sich der Weltrat der UCLG im Juni 2005 in Peking der Lösung der in der Local Government Millennium Declaration beschriebenen und bislang ungelösten Probleme von Megastädten in der ganzen Welt verpflichtet.
Auch andere Initiativen und Organisationen wie die Cities Alliance, das Council of European Municipalities and Regions (CEMR), Metropolis (Weltverband der bedeutenden Großstädte, repräsentiert durch ihre Bürgermeister) und das World Urban Forum befürworten die Stärke und Effektivität lokaler demokratischer Selbstverwaltungen und versuchen, den weltweiten Einfluss von Metropolen und deren Regierungen zu stärken.
Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Bis zum Jahr 2030 werden zwei Milliarden Menschen in Städten leben – das sind zwei Drittel der bis dahin zu erwartenden Weltbevölkerung. Dieser schnelle Urbanisierungsprozess bringt beträchtliche soziale, wirtschaftliche, ökologische und politische Herausforderungen für Regierungen, Verwaltung, den privaten Sektor und die Zivilgesellschaft mit sich. Begriffe wie Metropolisierung, Urban Primacy (die Vormachtstellung voner Städten), urbane Phänomene, kollektive Intelligenz, Selbstorganisation und Community-Building werden verwendet, um zu beschreiben, wie Städte funktionieren und dabei ihre Umgebung beeinflussen.
Die Gründe dafür, dass Städte einer beschleunigten Veränderung unterliegen, sind vielfältig. Die Informationsgesellschaft ist eine der Triebkräfte für die urbane Veränderung. Globalisierung ist eine weitere, da sich Städte weltweit untereinander in einem Wettbewerb um Arbeitskräfte, Investitionen und Reputation befinden. Großstädte gelten als der Motor wirtschaftlichen Wachstums. Auf der einen Seite müssen die durch globalen Handel wachsenden Abhängigkeiten zwischen Städten und Regionen erwähnt werden, auf der anderen Seite schwinden die Unterschiede zwischen den traditionell industrialisierten Ländern und den aufstrebenden osteuropäischen und asiatischen Nationen. Das Gefälle zwischen ländlichen Gegenden und Städten vergrößert sich und zu den Nachteilen dieser Entwicklung gehören soziale Polarisierung und räumliche Fragmentierung.
Die Konsequenzen für und auch die Verantwortung von Städten ist damit weit reichend. Der globale Wettbewerb muss geschützt und gleichzeitig muss die soziale Integration gefördert werden. Das Stadtmarketing hat sich in den Zeiten der Globalisierung, verstärkter individueller Mobilität und einer medienbeeinflussten Gesellschaft als Instrument für den Wettbewerb zwischen Städten und Regionen einen Namen gemacht. City Image, Stadtmarke und urbane Identität sind zu Kernthemen von Bürgermeistern und Stadtplanern geworden. Es ist mittlerweile essentiell, Ortsansässige und Unternehmen emotional an eine Stadt zu binden (Stadtstolz), auch um Interesse und Investitionen von außerhalb anzuziehen. Zu den Instrumenten, die für die lokale und überregionale Vermarktung von Städten verwendet werden, gehören Branding, Webseiten, sportliche und kulturelle Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und andere stadt-typische Projekte, aber auch Architektur sowie der öffentliche Raum (z.B. Public Viewing).
Ein Spiegelbild der Globalisierung und Regionalisierung
Globalisierung und Regionalisierung sind zwei Seiten der gleichen Medaille – sie repräsentieren zwei der derzeit bedeutendsten globalen Trends. Der Trend, der durch die unternehmerische und wirtschaftliche Integration von Ländern und global agierenden Unternehmen angetriebenen Globalisierung dauert an. Gleichzeitig gewinnen regionales Selbstbewusstsein und regionale Selbstverwaltung zunehmend an Bedeutung – und zwar sowohl in Entwicklungsländern als auch in Industriestaaten. Diese Trends spiegeln sich in wirtschaftlichen, kulturellen und sozio-politischen Aspekten wider und sind überall sichtbar.
Beide Trends spiegeln sich dementsprechend logisch in den Top-Level-Domains wider – und sie sollten es auch tun: .com, .info, .jobs und andere so genannte gTLDs versuchen, globale Zielgruppen auf generischer Ebene anzusprechen. Die neuen und zukünftigen TLDs, wie z.B. .eu, .cat, .asia, .sco, .nyc und .berlin, repräsentieren regionale Interessen, die von einer politischen, regionalen, kulturellen oder urbanen Community unterstützt werden. Bevor diese Organisationen um eine eigene TLD bemühten, vernachlässigte das Internet regionale Communities und Städte über mehr als zehn Jahre lang. Selbst kleinste Länder mit Einwohnerzahlen von einigen 10.000, z.B. Cook Island und Tuvalu, wurden von ICANN mit TLDs bedacht. Aber es gibt immer noch keine TLDs, die größere natürliche Gemeinschaften wie eine Metropole oder eine Region mit mehreren Millionen Einwohnern bezeichnen.
“Der Invasion einer Armee kann man Widerstand leisten, nicht aber einer Idee, deren Zeit gekommen ist.” sagt Victor Hugo in „Histoire d’un crime“, 1852. In diesem Sinne denken wir, dass regionale Selbstbestimmung ein nicht mehr aufzuhaltendes Thema in der heutigen Welt ist. Wir finden, dass es an der Zeit ist, diesen starken Trend, der bis zur Regionalisierung auch der TLDs geht, zu berücksichtigen.
Eine besondere Form der regionalen TLDs wird die Untergruppe der so genannten Städte-TLDs sein, die nicht mit einer dotcity-TLD (.city) zu verwechseln sind. Bei Städte-TLDs handelt es sich um Top-Level-Domains für urbane Gemeinschaften, die durch den kompletten Stadtnamen oder eine gängige Abkürzung gekennzeichnet sind. Gute Beispiele für Städte-TLDs sind .berlin und .nyc.
“Die besten Ideen sind Allgemeingut”, sagte der griechische Philosoph und Staatsmann Seneca im Jahr 5 vor Christus. Dasselbe gilt für Städte-TLDs. Die Idee, solche Domainendungen zu bilden ist nahe liegend und wahrscheinlich so alt, wie die Idee, die ersten TLDs wie .com und .arpa zu schaffen. Die erste dokumentierte Erwähnung von Städte-TLDs stammt aus den späten 1990er Jahren, als erstmals neue TLDs in der Diskussion waren.
Wir denken, dass die Idee von Städte-TLDs sich über kurz oder lang durchsetzen wird und ein Gleichgewicht zwischen regionalen und globalen Aspekten in Wirtschaft, Kultur und Regierungen auch auf virtueller Ebene herstellen wird. Dadurch werden die Ungerechtigkeit und die Wettbewerbsvorteile, die einige Städte (z.B. .sg, .hk, .la, .va) und Kleinstaaten (z.B. .cc, .ws, .tv) durch eigene TLDs besitzen, ausgeglichen.
Städte-TLDs sind von allgemeinem Interesse und bieten nennenswerte Vorteile
Von allgemeinem Interesse sind diejenigen Initiativen, die direkt auf die Bedürfnisse der Allgemeinheit eingehen und zwar auf substanzieller, intellektueller und moralischer Ebene und die dadurch einen echten Mehrwert für die jeweilige Community bieten. Städte-TLDs erfüllen diese Kriterien auf vielfältige Art, weil sie
- einen langfristig relevanten wirtschaftlichen Vorteil für den Standort einer Stadt gegenüber anderen Städten und Regionen bieten und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt sichern,
- die Identität und Gemeinschaftsgefühl der Stadt und deren Bevölkerung fördern,
- den lokalen Wettbewerb fördern,
- eine kommunikative und kulturelle Pluralität unterstützen,
- die Kraft des Stadtnamens und des Stadt-Images stärken.
Von Anfang an wurden Domains als klare Adressierung für Individuen, Projekte und Unternehmen auf globaler (gTLDs – z.B. .com oder .info) und nationaler (ccTLDs – z.B. .de oder .co.uk) Ebene verwendet. Obwohl das derzeitige Domain-Namen-System Einzelpersonen und kleinen Unternehmen verschiedene Möglichkeiten gibt, sich wie ein „Global Player“ zu fühlen, lebt, arbeitet und agiert die Mehrheit der Menschen hauptsächlich auf lokal begrenzter Ebene. Auch Internet-Traffic und die Suche spielen sichh zunehmend lokaler ab. Die Vormachtstellung der Großstadt spielt eine entscheidende Rolle in dieser Entwicklung, da ein steigender Prozentsatz der heutigen Bevölkerung in Metropolen mit mehreren Millionen Einwohnern lebt. Nur eine Minderheit von Personen braucht wirklich eine Domain, um eine nationale oder internationale Identität zu schaffen. Lokale und regionale Anforderungen werden durch die gegenwärtigen Top-Level-Domains nicht erfüllt:
- gTLDs wie .com und .biz sind generisch, sie dienen im Wesentlichen der Identifikation global agierender Unternehmen und Organisationen
- ccTLDs dienen der Adressierung national agierender Unternehmen und Organisationen
- Städte-TLDs könnten für Millionen von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Selbstständigen die Verbindung zu ihren lokalen Wurzeln sein. Auch Einzelpersonen haben mit Städte-TLDs die Möglichkeit eine virtuelle Identität mit Bezug auf ihre lokale Community zu schaffen.
Durch Städte-TLDs wie z.B. .berlin, .nyc und .london können Städte auf verschiedene Weise profitieren. Zu den Vorteilen, die Städte-TLDs bieten, gehören:
- Neuer Namensraum – Die begrenzte Anzahl der heute sinnvoll nutzbaren Domains hat zu einem einzigartigen Wettbewerb zwischen Personen, Unternehmen und Organisationen mit demselben Namen geführt. Die zunehmende Zahl von Streitfällen zum Thema Domains ist ein Indikator dafür, dass die bislang existierenden Top-Level-Domains nicht ausreichen, um 6 Milliarden Individuen und mehrere hundert Millionen Unternehmen und Organisationen weltweit zu unterscheiden. Die Verfügbarkeit von Kunstnamen wird ebenso geringer, da Unternehmen bereits bei Gründung eine Vielzahl von ähnlichen Domains registrieren, auch wenn sei ein neues Produkt auf den Markt bringen. Städte-TLDs werden diesen Wettbewerb entschärfen, da sich durch sie eine fast unbegrenzte Zahl an neuen Kombinationsmöglichkeiten ergibt. Außerdem wird die rapide zunehmende Zahl von Internetusern aus dem nicht-englischsprachigen Sprachraum, die chinesische, indische, arabische und andere nicht-lateinische Schriftzeichen verwenden, den Bedarf nach Städte-TLDs zusätzlich verstärken. Städte-TLDs werden zudem neue Möglichkeiten für lokale Marken eröffnen. Lokale Marken mit generischen Namen wie z.B. magic, blue, link, sun, angel, york, cook, star oder american konnten bislang selten ihre bevorzugte ccTLD registrieren, da es für diese generischen Begriffe einen besonders starken Wettbewerb um Domains gibt.
- Strategischer Standort- und Wettbewerbsvorteil – Städte-TLDs geben Städten ein wichtiges Kommunikationsinstrument für den regionalen, nationalen und globalen Wettbewerb an die Hand.
- Intuitive Verwendung und semantische Bedeutung – Städte-TLDs bieten die Möglichkeit, eine Top-Level-Domain von Grund auf zu strukturieren und Mechanismen zu etablieren, die der TLD zum Erfolg verhelfen. Mit der Möglichkeit, Domains von öffentlichem und gemeinschaftlichem Interesse zu delegieren, können viele der gängigen Begriffe aus den Gelben Seiten, wie z.B. Wetter, Taxi, Verkehr und Einwohnermeldeamt intuitiv zugänglich gemacht werden, z.B. als wetter.berlin. Zudem besitzt ein Top-Level wie .berlin hohe semantische Bedeutung, was dem Internetnutzer die Zuordnung eine Internetangebots deutlich erleichtert.
- Innovatives E-Government – Städte-TLDs ermöglichen eine moderne Kommunikationsinfrastruktur auf der Basis von intuitiven Domains und erleichtern dadurch die Interaktion von Stadtregierung, Verwaltung und Institutionen mit den Einwohnern, Organisationen und Unternehmen. Selbsterklärende Domains wie senat.berlin, mayor.nyc und taxoffice.london sorgen dafür, dass Nutzer schnell und einfach auf die Stadtressourcen zugreifen können und diese auch von einem regionalen, lokalen und internationalen Publikum schnell gefunden werden.
- Aufrieb für die lokale Wirtschaft – Städte-TLDs steigern den elektronischen Handel in der Stadt, dies gilt vor allem für kleine, neue Portale, für community-bezogene Unternehmen und für diejenigen Unternehmen, deren Umsatz bislang an eine nationale oder internationale TLD gebunden war (hotel.de vs. hotel.berlin). Darüber hinaus erhöhen Städte-TLDs durch die Umsätze von mit Städte-TLDs arbeitenden Unternehmen die steuerlichen Einnahmen einer Stadt.
- Globales Stadt-Branding – Städte-TLDs vereinfachen die Vermarktung der Stadtmarke und des Stadtimages mit Hinblick auf derzeitige und zukünftige Bewohner, Touristen, Unternehmen und Investoren aus der ganzen Welt. Durch Webseiten wie z.B. jobs.berlin, hotels.nyc und offices.london wird das Angebot einer Stadt für Bewohner der ganzen Welt intuitiv fassbar.
- Überwindung des digitalen Grabens – Städte-TLDs können dabei helfen, digitale Gräben der städtischen Informationsgesellschaft durch die Verfügbarkeit von z.B. vergünstigten Domains, zu überwinden.
- Qualität in der Suche – Einfache Navigation (Suchen und Finden) kann durch die Verwendung einer organisierten Stadt-TLD wird zur Realität werden. Wiki-Technologie kann dabei helfen, ein Stadtverzeichnis auf der Ebene von Domains zu unterstützen. Ein Beispiel: Jeder Domainbesitzer könnte die Möglichkeit haben, seine Domains in einer Auswahl von vorgefertigten oder neu zu kreierenden horizontalen und vertikalen Kategorien einzuordnen und sich damit mit anderen Domainbesitzern zu vernetzten.
- Lernkurve – Nicht nur die globale Internet-Community, sondern auch die Städte selbst, können durch Projekte lokaler Forschungseinrichtungen, die Städte-TLDs in einem wissenschaftlichen Umfeld beobachten, lernen, wie Stadtgemeinschaften sich virtuell entwickeln. Diese Information kann auch von ICANN genutzt werden um die Notwendigkeit für die Zulassung von zusätzlichen Städte-TLDs einzuschätzen.
- Communities auf der Basis von Städtenamen – Alle Orte mit dem gleichen Namen sollten Teil dieser Community werden, selbst wenn es sich bei ihnen um Dörfer oder Kleinstädte handelt. Gerade diese werden von der erhöhten Sichtbarkeit des Städtenamens profitieren und sie sollten die gleichen Rechte haben, Domains unter einer bestimmten Stadt-TLD registrieren zu können.
Der finanzielle Aufwand für die Bewerbung für eine Top-Level-Domain und das Management einer Top-Level-Domain sind nicht zu unterschätzen. Derzeit haben nur sehr große Städte das erforderliche Potenzial an Finanzkraft, Personal, Infrastruktur und Marktfähigkeit, um eine Top-Level-Domain erfolgreich zu betreiben. Es wird aber angenommen, dass eine Liberalisierung von Top-Level-Domains innerhalb der nächsten zehn Jahre dazu führen wird, dass auch Städte mit weniger als einer Million Einwohnern Zugang zu einer eigenen virtuellen urbanen Identität erhalten können.
Städte-TLDs bieten Werte, Qualität und Identität
Was ist das Potenzial einer Stadt-TLD? Auf den ersten Blick und vom technischen Standpunkt aus betrachtet, ist eine Top-Level-Domain eine technischer Adressierung im Internet – aber was genau bedeutet eine Stadt-TLD für eine Stadt, deren Community und alle anderen?
Die Identität einer Stadt lässt sich nur schwer fassen und beschreiben. Es ist die Identität, so wie sie von der Gesamtheit aller Individuen und Beteiligten innerhalb der Stadt und von außen wahrgenommen wird. Die urbane Identität ist ein virtuelles Phänomen, das auf einer Vielzahl von Perspektiven basiert: der Stimmung der Bewohner, deren persönliche Erfahrungen und Erlebnisse, die Güte der urbanen Region, Werte und Ziele, Geschwindigkeit, Architektur, das Geschäftsleben, Verkehr, Geschichten, Gemeinschaftsgefühl, Kulturerbe. Und, Identität variiert von einer Person zur anderen. Dadurch ist die Stadt-Identität mehr-dimensional, es gibt nicht die eine Stadtidentität, sondern verschiedene Charaktere und Persönlichkeiten. Einige dieser identität-stiftenden Attribute entwickeln sich langsamer (z.B. Kulturerbe) und andere entwickeln sich schneller, indem sie neue Einflüsse schneller aufgreifen. Selbst eine einzige Veranstaltung wie die Olympischen Spiele kann von entscheidender Bedeutung für die Identität einer Stadt sein.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Städte-TLDs ihren Teil dazu beitragen, das Image einer Stadt und deren urbane Identität zu beeinflussen und zu weiterzuentwickeln. Eine der bedeutenden Änderungen für die Identität einer Stadt wird die Wahrnehmung der einzelnen Stadtbewohner sein. Wenn Städte-TLDs der Bevölkerung auf angemessene Weise nahe gebracht werden, werden diese die Stadt-TLD in ihr tägliches Leben integrieren. Das führt dazu, dass sich ein stärkeres Gefühl der Identifikation, des Stolzes und eines Gemeinschaftsgefühls entwickeln wird – eine sehr wertvolle Entwicklung im Bewusstsein der Bewohner. Durch die Vermarktung in der gesamten Welt können Städte-TLDs ein Produkt mit einer klaren Marke erschaffen. Solche Marken helfen dabei, die Identität einer Stadt auszubauen. Gute Beispiele dafür sind die New York-Slogans „Big Apple“ und „I love NY“. Die Werte, die einer Stadt von außen zugesprochen werden, können moderne und traditionelle Aspekte gleichermaßen umfassen: Nachhaltigkeit, Vielfalt, Selbstverwirklichung, Offenheit, Potenzial und Chancen.
Links zu verschiedenen Artikeln über Stadt-Top-Level-Domains
- Urban Identity by city-Top-Level-Domains
- City Identifiers on the Net: A closer Look
- Local “.city” TLDs as an Opportunity for City Portals
- GeoTLDs – Diversity, Multilingualism and Local Content
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